Der Auserwählte: Rezensionen

Eine phantastische Geschichte

 

Auf über 400 Seiten entwickelt Hermann Knapp, Redakteur und studierter Theologe, in Ansfelden lebend, eine phantastische Geschichte: Konrads Geburt wird von einem gleißend hellen Blitz und ungeheurem Getöse begleitet. Angesichts dieser Vorzeichen wähnt der Vater seinen Sohn als ein Kind mit besonderer Bestimmung – und das verspricht auch der Buchtitel „Der Auserwählte“ (Verlag Wortreich). Tatsächlich ist es der erwachsene Konrad, zu dem eines Tages die Stimme des Allerhöchsten spricht.

 

Radio Oberösterreich

Hermann Knapp hat einen Roman geschrieben, der beklemmend die Folgen von Raubtierkapitalismus und Gier beschreibt.      

     

Von Doris Schleifer-Höderl. Erstellt am 12. April 2019 (08:08)
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„Der Auserwählte“ von Hermann Knapp kostet 15,90 Euro und ist im Buchhandel und natürlich auch online erhältlich.

Unsere Welt scheint aus den Fugen zu geraten – Machtmissbrauch, Gier, Überheblichkeit, respektloser Umgang mit der Natur sowie null Toleranz Andersdenkenden gegenüber sind zum globalen Phänomen geworden.

Was Journalist und Autor Hermann Knapp in seinem Buch „Der Auserwählte“ schonungslos anspricht und in eine überaus aufwühlende und spannende Handlung verwoben hat, kann man vielleicht als schräg und utopisch bezeichnen, genauso gut aber als zeitkritisch und realistisch.

Nicht mit erhobenem Zeigefinger mahnend, sondern nüchternd, stellenweise beklemmend und schockierend, lässt der Autor seinen Protagonisten Konrad Sammer Dinge erleben, die den Leser fassungslos machen. Unweigerlich kommt da die Frage auf, kann das Wirklichkeit werden? Bis zur letzten Seite liest man sich durch den persönlichen, zur Realität geworden Albtraum des Romanhelden, der mit einem Blitz auf die Welt kam und zum Propheten wider Willen wurde.

Als Leser hat man keine andere Möglichkeit, als weiterzulesen, da sich immer wieder Wendungen auftun, die man so nicht erwartet hätte.

Hermann Knapp versteht es, Leser zu fesseln, mitten in die Handlung hinein zu katapultieren und nicht nur gedanklich, sondern beinahe schon physisch am Geschehen teilnehmen zu lassen. Wem nicht egal ist, welche Welt wir unseren nachfolgenden Generationen hinterlassen, dem sei „Der Auserwählte“ wärmstens empfohlen.