Knapps kleiner Buchladen

Der Auserwählte

»Just in dem Augenblick, in dem Konrad Sammer zur Welt kam, schlug ein Blitz ins Haus ein. Er sauste durch den Schornstein, sprengte die Tür des Holzofens weg, erfüllte den ganzen Raum mit gleißender Helligkeit und traf die rechte Pobacke des Babys, das eben mit einer gewaltigen Presswehe aus dem Leib seiner am Boden hockenden und vor Schmerz schreienden Mutter glitt. Alle Anwesenden schlossen geblendet die Augen, und so kam es, dass das Kind der Hebamme durch die Hände flutschte und mit dem Kopf auf dem Boden aufschlug. Noch bevor er den ersten Atemzug tat, erfuhr Konrad Sammer also, dass diese Welt ein harter, grausamer Ort war, wo einen jederzeit ein Blitz treffen und wo man sich auch nicht darauf verlassen konnte, dass jemand da war, der einen auffing, wenn man fiel.«

 

Seine Eltern halten Konrad Sammer ob der dramatischen Umstände seiner Geburt für auserwählt, einst Großes zu vollbringen, doch lange deutet nichts darauf hin. Sammer wird Journalist und lebt ein unauffälliges Leben, bis er sich mit 52 Jahren plötzlich in merkwürdige Ereignisse verstrickt sieht. Ein Mann schlägt vor ihm auf einer Straße Wurzeln, eine Hütte erscheint aus dem Nichts, um Eingeborene in Hungersnot zu speisen, und dann hört Sammer auch noch eine Stimme in seinem Kopf. Sie behauptet, Gott zu sein, und will ihn für einen Feldzug gegen Raubtierkapitalismus, Unmenschlichkeit und Gier rekrutieren …

  

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Der Tote, der nicht sterben konnte

Heinz hätte längst tot sein müssen, daran gab es keinen Zweifel. Mit dieser Einschätzung war er übrigens nicht allein. Er las sie auch in den entsetzten Augen der Feuerwehrleute, die an der Leitschiene herumhantierten.
„Warum stirbst du nicht?“, fragten ihn ihre anklagenden Blicke. „Warum schreist du stundenlang und machst die ohnehin schon schreckliche Arbeit, dich aus dem Auto zu schneiden, zu einem endlosen Albtraum?“
Wie gerne hätte Heinz ihnen den Gefallen getan und wäre gestorben.
Aber er lebte.
Unerbittlich!

Ausgerechnet in einer Kleinstadt in Österreich treffen ein Vogelgrippevirus, ein Schweinegrippevirus und ein Kakerlakengrippevirus aufeinander und mutieren zu einem monströsen Supervirus.
Martin Heinz ist der erste, der die Auswirkungen zu spüren bekommt. Er wird bei einem Autounfall von einer Leitschiene aufgespießt und erleidet tödliche Verletzungen – aber er stirbt nicht.
Die Ärzte im Krankenhaus können ihm nicht helfen, seine Gedärme, der Magen, die Nieren sind Matsch. Sie stopfen, was davon übrig ist, zurück in den Bauch, kleben diesen behelfsmäßig zu und schicken Heinz nach Hause.
Während das „Ambrosia“-Virus beginnt, sich auf der Welt auszubreiten, macht er sich auf die Jagd nach dem Tod …

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Liebe in Zeiten der Prostata

In „Liebe in Zeiten der Prostata“ wirft Hermann Knapp einen humorvollen Blick auf Männer „die in die Jahre kommen“. Er greift in seinen Geschichten und Satiren aber auch aktuelle weltpolitische Themen auf – wie die Atomkatastrophe in Japan und die Weltwirtschaftskrise – und er träumt von der wahren Liebe und von warmen Eislutschern …

 

Hermann Knapp nennt seinen literarischen Kosmos gerne auch "meine schräge Welt"!
Seine Geschichten kommen oft harmlos daher, doch bald sehen sich die Protagonisten mit dem Ungewöhnlichen, dem Absurden konfrontiert, das ihr Leben völlig aus der Bahn wirft. Geschichten zum Schmunzeln aber auch zum Nachdenken mit einem kräftigen Schuss schwarzem Humor.

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Frau Bügel liebt Geflügel

Was haben der singende Dackel Caruso, das Kaninchen Winnetou, Wuffi die Wildsau und der Kater Sylvester gemeinsam? Sie alle kommen im Buch "Frau Bügel liebt Geflügel und weitere heitere Kleinviehgeschichten" vor. Verfasst wurde das heitere Werk von sieben oberösterreichischen Autoren: Elfi Grömer aus St. Pantaleon, Monika Krautgartner, Ingrid Romberger, Maria Rothner, Juta Tanzer und Hermann Knapp.

Die Geschichten entspringen dabei weniger der Fantasie der Autoren, sie plaudern vielmehr aus dem Nähkästchen über das Leben mit Haustieren und anderem Getier, das da kreucht und fleucht.
"Natürlich ist in den Geschichten manches überzeichnet und ein wenig aufgebauscht, aber in allen steckt doch auch des Pudels sprichwörtlicher Kern: Denn es soll schon vorgekommen sein, dass eine Fleischfliege in der Küche Anlass für eine gründliche Sanierung war und dass ein übereifriger Specht die Hausfassade mit einem Baum verwechselt hat", beschreiben die Schriftsteller ihr Werk.

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Finstere Geheimnisse

Nichts scheint so weit weg vom normalen Alltagsleben wie eine blutige Geschichte, und dennoch fasziniert uns das Verbrechen, der Graubereich zwischen Gut und Böse, in besonderer Weise.


Die sechs AutorInnen Monika Krautgartner, Gaby Grausgruber, Ingrid Romberger, Elfi Grömer, Juta Tanzer und Hermann Knapp haben ein spannendes belletristisches Werk mit kurzen Krimis verfasst. Die Geschichten kommen ohne Gemetzel und Blutorgien aus. Es gelingt den AutorInnen vorrefflich, duch gut durchdachte Szenen und treffsichere Sprache Spannung und Dichte zu erzeugen.

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Märchen über Pärchen

Liebestolle Prinzessinnen, hungernde Riesen, und Drachen mit einem Herzen aus Gold bewohnen den literarischen Märchenwald, in dem die Zeit stillsteht und alles möglich ist.

... manche Märchen sind so spannend, dass man sie geradezu verschlingen muss. In erster Linie sind das: Märchen über die ewige Jugend, über treue Prinzen, vom Gewichtsverlust im Schlafe und von guten Feen, die niemals fluchen ...

Gabi Grausgruber, Elfi Grömer, Hermann Knapp, Monika Krautgartner, Ingrid Romberger und Juta Tanzer tauchten ihre Federn tief in ihre geheimnisvolle Märchentinte und unterhalten die geneigte Leserin, den geneigten Leser auf eine kluge, fantasievolle Weise. 

Mit ihrem Märchenbuch haben die fünf Autorinnen und der Autor des im September erscheinenden Buches ein Genre gewählt, das nur vordergründig der oberflächlichen Unterhaltungsliteratur zuzuordnen ist. Märchen für Erwachsene zu schreiben ist gewagt, liegt nicht unbedingt im Trend, und verlangt eine reife Schriftstellerpersönlichkeit, dringt doch der Kern des Märchens in jenen Teil unseres Wesens vor, der von Träumen, Symbolen und menschlichen Kernkompetenzen geprägt ist. 

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Abnehmen mit Attila

Gestern habe ich meine Waage ermordet

Ich habe sie erdrückt.

Genau genommen war es ja ein tragischer Unfall.

Dennoch gibt es keine Entschuldigung für mich. Meine Waage hat mir zehn Jahre lang treu gedient – war also schon eine alte Dame – und ich hätte wissen müssen, dass sie dieser Belastung auf Dauer nicht gewachsen sein konnte.

Juristisch gesehen war es natürlich kein Mord – höchstens Totschlag. Und das wohl auch nur, wenn man bereit war, der Waage überhaupt so etwas wie ein Bewusstsein oder eine Seele zuzugestehen. Ich bin geneigt das zu tun, denn der gequälte Schrei, mit dem sie ihr mechanisches Leben aushauchte, hatte etwas nur allzu Menschliches.

 

Die Satiren in Hermann Knapps Buch sind aus dem Alltag herausgegriffen und zwischen exakter Beobachtungsgabe und falscher Moral angesiedelt. Sie eignen sich hervorragend, um über unser eigenes Leben und das der anderen herzhaft lachen zu können.

 

 

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Odysseus im Supermarkt

Der Arm wirbelte durch die Luft.

Endlich losgelöst vom Körper und befreit von der Diktatur des Gehirns, dessen Befehlen er sich Zeit seiner Existenz hatte beugen müssen, vollführte er nun einen ekstatischen Freudentanz.

Offenbar begriff der Arm in diesen ersten Augenblicken nach der Trennung vom Leib noch nicht, dass damit sein Ende gekommen war - oder er nahm den Tod auch willig in Kauf, als angemessenen Preis für diese paar Momente der Freiheit.

Die Hand hingegen war über ihr nahes Hinscheiden alles andere als erfreut. Ihr tat es um die vielen Dinge leid, die zu begreifen sie in ihrem Dasein noch keine Gelegenheit gehabt hatte - und nun auch nicht mehr haben würde.

Doch ihr Schicksal war untrennbar mit jenem des Armes verbunden - und somit besiegelt. Es blieb ihr nur noch, einen sauberen Schlussstrich zu ziehen. Also wartete die Hand, bis der Arm sich in seinem wirren Taumel einmal so herumdrehte, dass die Finger in Richtung des Körpers wiesen und winkte verstohlen ein-, zweimal zum Abschied.
Dann klatschen Arm und Hand auf den Fabrikboden.

Die titelgebende Kurzgeschichte hat einen einkaufenden Mann - der für sich schon ein Held ist - zur Hauptfigur. In seine Betrachtungen über Essiggurkerl oder die Miteinkäufer fließen immer wieder Abschnitte der Sage des großen Odysseus, seiner Kämpfe und Heldentaten ein. Weitere Texte thematisieren zum Beispiel das harte Los der Arbeitenden, vor allem jener, die unter unmenschlichen Bedingungen in Fabrikshallen werken. Akkordarbeit entmenschlicht. So wird auch alles Denken unmenschlich und führt kafkaesk zu weiterem Leid. Ein Arbeitsunfall erscheint nicht mehr als Problem des Verletzten, sondern als Beleidigung des Arbeitgebers. So geht der Schwerverletzte nicht nach Hause, um sich auszukurieren, sondern er bringt sich schließlich um, damit der Arbeitgeber keine Scherereien mit ihm hat.

Die weiteren Texte der Sammlung haben ähnliche Tendenz zum Gruselig-Grausigen, wobei oft auch die Unfähigkeit, Mensch zu sein oder menschlich zu agieren, thematisiert wird. Eine interessante Anthologie, für die man sich Zeit nehmen sollte. Sprachspiele verleihen Witz, doch auch ein (meist) angenehmer Schauer des Seltsamen haftet allen Texten an.

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Das geraubte Lachen

Prolog

 

Es war eine stürmische Nacht!

Dunkle Wolken jagten am Himmel dahin, wie finstere, Unheil verheißende Dämonen. Immer wieder zuckten Blitze aus ihren tiefschwarzen Leibern auf die Erde herab und in deren fahlem, weißlichen Licht erschien Tim, der vom Rande des Kinderzimmerfensters vorsichtig ins Freie äugte, die riesige alte Eiche draußen im Garten wie ein bizarres, vielarmiges Ungeheuer. Der Junge duckte sich unwillkürlich - und begann sich im gleichen Augenblick selbst auszuschimpfen. „Was bist du doch für ein elender Hasenfuß. Dreizehn Jahre alt und hast Angst vor einem Baum. Da draußen gibt es keine Monster“, murmelte er. Die Moralpredigt half wenig, denn tief in seinem Inneren spürte der Junge nach wie vor Zweifel: Bei Tag mochte die Eiche ja ein ganz normaler, friedlicher alter Baum sein – aber um Mitternacht und noch dazu bei so einem schaurigen Gewitter ...?

Tim seufzte leise.

Dann gab er sich einen Ruck und hob entschlossen den Kopf, um erneut in den Garten hinaus zu spähen. Genau in diesem Augenblick erschütterte ein ungeheurer Donnerschlag das Land und Tim stand plötzlich nicht mehr beim Fenster sondern fand sich im Bett liegend wieder, das Gesicht auf das Laken gepresst und ein Kissen schützend über den Kopf haltend. Wütend über sich selbst warf er es zur Seite und sprang aus dem Bett.

 

Tim, Lucy und Finn leben ein normales Leben – bis bei der „Satansvilla“, einer Ruine nahe ihres Zuhauses, ein unheimlicher Fremder auftaucht: Der schwarze Magier Malvagas. Die Kinder werden unversehens in einen uralten Konflikt hineingezogen. Sie treffen die Hexe Miranda Lunaris und erfahren, dass sie magische Kräfte besitzen. Um diese zu wecken, müssen sie aber zur „Insel des Erwachens“ reisen. Dort treffen sie den alten Magier E´´Tarun, der ihnen von der Auseinandersetzung berichtet, die seit Jahrhunderten zwischen Gut und Böse tobt: Sie erfahren, dass auch ihre Großeltern Magier waren und im Kampf gegen Malvagas gefallen sind.

Die Kinder entdecken tatsächlich ihre Zauberkräfte: Tim vermag die Magie der Maschinen zu nutzen und diese zum Leben zu erwecken, Lucy erschließt sich mittels einer silbernen Geige, die ihr die Feenkönigin geschenkt hat, die „Melodie des Lebens“. Es ist die Kraft, die die Schöpfung durchwirkt und sie verleiht Lucy große Macht. Finn trifft auf der „Insel des Erwachens“ auf ein uraltes Drachen-Ei und entdeckt in sich die Macht der Drachen und die Fähigkeit die Pfade zu begehen, die die Steine miteinander verbinden.

Als die Kinder auf die Erde zurückkehren, hat sich viel verändert. Während für sie nur zwei Tage vergangen sind, waren es dort drei Monate. Malvagas hat die Dämonen unterjocht und sie gezwungen sich in Laptops zu verwandeln. Mit ihrer Hilfe saugt er den Menschen das Glück und die Lebensfreude aus und sammelt es in einem magischen Speicher. Unglückliche, zornige Menschen geben ihm Macht. Malvagas will die Menschen gegeneinander aufhetzen, ein tausendjähriges Reich der Kriege errichten und sich am Hass und am Leid nähren. Es soll ein Reich sein, das er allein beherrscht.

Die Kinder sagen Malvagas den Kampf an ...

 

 

 

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