Willkommen in Hermann Knapps "schräger Welt"!

"Meine schräge Welt": So bezeichne ich selbst gerne meine schriftstellerische Tätigkeit. Auf dieser Homepage erfahren Sie mehr über mein Schaffen und vor allem über meinen neuen Roman "Der Auserwählte!"

 

Sie finden auch Textbeispiele. 

 

Natürlich können Sie per Email gerne Kontakt mit mir aufnehmen. Anregungen und Rückmeldungen sind jederzeit willkommen.

 

Auch Bücher können bei mir bestellt werden.

 

Herzlichst

Hermann Knapp

 


Überblick über Meine Bücher


Heiteres, Ironisches, Schräges und Bissiges zur "schönsten" Zeit im Jahr ...

erscheint im Oktober!

Kein Weihnachten ohne Würstel

 

Zu Weihnachten gibt’s bei uns Frankfurter Würstel.

Das ist genauso Tradition, wie der Christbaum, die Casali-Schnapsflascherl und die Sternspritzer. Bei meiner Oma, bei der ich aufgewachsen bin, sind am Heiligen Abend auch immer Würstel auf den Tisch gekommen. Als Kind hat mir davor gegraust und bis heute sind sie nicht gerade meine Lieblingsspeise. Aber Tradition, ist halt Tradition. Und Weihnachten ohne Frankfurter, das wäre für mich wie eine Krippe ohne Ochs und Esel.

 

Für meine Oma waren die Würstel das, was für andere Leute die Weihnachtsgans oder der Karpfen sind. Etwas ganz Besonderes. Warum, das hat sie mir nie erzählt, aber ich glaube, dass es etwas mit dem Krieg und dem Hunger damals zu tun gehabt hat. Vielleicht hat es ja beim ersten Weihnachtfest nach Kriegsende bei der Oma Würstel gegeben oder sie waren die Lieblingsspeise meines Opas. Der ist schon gestorben, als ich noch ganz klein war, was aber nicht an den Würsteln gelegen haben muss. Ich habe es nie geschafft, meiner Oma zu sagen, dass ich die Frankfurter eigentlich nicht mag. Irgendwie hatte ich immer Angst, ihr damit das Herz zu brechen. Weihnachten ohne Würstel, das wäre für sie gewesen, wie eine Krippe ohne Stern von Bethlehem.

 

Einmal mussten wir in der Volksschule im Religionsunterricht einen Aufsatz über das Wunder der Heiligen Nacht schreiben. Der Pfarrer war dann ganz empört, weil in meiner Version die Hirten dem Jesuskind nicht nur huldigten, sondern der Heiligen Familie auch Würstel brachten. Aber ich dachte mir, dass die Hirten bestimmt praktisch veranlagt waren und dass Maria und Josef nach alle den Strapazen, die sie hinter sich hatten, sich sicher über die Würstel freuten, die damals wahrscheinlich noch nicht Frankfurter hießen. Der Pfarrer zitierte meine Großmutter zu sich und trug ihr auf, ein streng katholisches Auge auf mich zu haben, weil aus einem kleinen Heidenkind allzu leicht ein ausgewachsener Atheist wird. Meine Oma hat ihm das hoch und heilig geschworen, aber ich glaube, eigentlich hat ihr meine Geschichte mit den Würsteln gefallen, denn sie hat nicht mit mir geschimpft ...

 

Mehr davon in meinem neuen Buch ...

 


Anthologien

Nähere Infos zu allen meinen Werken gibt es auf dieser Homepage.

Bücher (auch jene, die im Handel nicht mehr erhältlich sind) können bei mir bestellt werden unter der Rubrik: Knapps kleiner Buchladen.


Der Auserwählte

Im Februar 2019 erschien im Wortreich-Verlag mein neuer Roman                    Mehr dazu erfahren Sie in der Rubrik   "Der Auserwählte"!

Hier ein kleiner "schräger" Vorgeschmack

Prolog - die Blitzgeburt

 

Just in dem Augenblick, in dem Konrad Sammer zur Welt kam, schlug ein Blitz ins Haus ein. Er sauste durch den Schornstein, sprengte die Tür des Holzofens weg, erfüllte den ganzen Raum mit gleißender Helligkeit und traf die rechte Pobacke des Babys, das eben mit einer gewaltigen Presswehe aus dem Leib seiner am Boden hockenden und vor Schmerz schreienden Mutter glitt. Alle Anwesenden schlossen geblendet die Augen, und so kam es, dass das Kind der Hebamme durch die Hände flutschte und mit dem Kopf auf dem Boden aufschlug.

 

Noch bevor er den ersten Atemzug tat, erfuhr Konrad Sammer also, dass diese Welt ein harter, grausamer Ort war, wo einen jederzeit ein Blitz treffen und wo man sich auch nicht darauf verlassen konnte, dass jemand da war, der einen auffing, wenn man fiel. Dass er durch den Blitzschlag nicht sein Leben aushauchte, noch bevor es richtig begann, verdankte der kleine Konrad vermutlich der Käseschmiere, die ihn vollständig einhüllte und einen Teil der Energie absorbierte, dadurch aber im Bruchteil einer Sekunde spröde wurde und von ihm abblätterte wie eine Schicht getrockneter Lehm. 

         Verlagsprospekt: https://bit.ly/2DWgrtH

Was mich besonders freut: Auf Einladung des Hauptverbands des österreichischen Buchhandels durfte ich meinen Roman am Freitag, 22. März um 10.30 Uhr im Österreich Kaffeehaus auf der Buchmesse Leipzig präsentieren. Und auch in den Radiogeschichten von Ö1 war am 5. Juli ein rund zwanzigminütiger Ausschnitt zu hören.